9Aug/11Off

Letzte Ausbildung “Energizer” – Laktatmanagement für 2011

Der letzte Ausbildungstermin für den IFAA Energizer ( ehemals Laktat Manager ) findet am 12./13. Novemer 2011 in Mannheim-Neuostheim statt.

Anmeldung und Information

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14Jan/11Off

Laktat Fachvortrag ARCUS Sportklinik Pforzheim

Am 12. Januar 2011 fand in der Kardiologie der renomierten ARCUS Sportklinik in Pforzheim ein Fachvortrag zum Thema
"Laktat in der Leistungsdiagnostik" statt.

Gemeinsam mit Haki Kadria (Sportlicher Leiter der Unternehmensgruppe Fitness Park Pfitzenmeier) haben wir vor 30 Teilnehmern referiert. Bei den Teilnehmern handelte es sich um Ärzte aus den Bereichen Allgemeinmedizin, Sportmedizin, Kardiologie und Chirugie. Weiterhin waren Teilnehmer aus dem Bereich Sportwissenschaft, sowie die medizinischen Betreuer der Kanadischen und Deutschen Nationalmannschaft im Bobsport vertreten. Physiotherpeuten und Angestellte des Bundesleistungszentrum für Golf Biomechanik waren ebenfalls Teilnehmer dieses Plenums.

Thema der Vorträge waren: Sportkardiologische Fälle aus der Praxis (Herr Dr. W.O. Schüler, Pforzheim) - Grundlagen der Leistungsdiagnostik - Prinzipien der Durchführung - Vorstellung und Diskussion von Fällen aus der Praxis.

Ergänzt wurde der Vortrag durch eine "Live Laktat Diagnostik" vor dem Plenum mit anschliessender "Live Auswertung" und Interpretation.

Einladung & Programm

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9Okt/10Off

medical sports network in Pforzheim

Am 9. September hatte ich das Glück im Rahmen eines Kooperationsvertrages an der medical sports network in Pforzheim in der Arcus Sportklinik teilzunehmen.

Besonders interessant war der Vortrag von Dr. Ernst Jakob von der Sportklinik Hellersen zum Thema "Leistungsdiagnostik im Hochleistungs- und Leistungssport", wie auch Prof. Dr. Wilhelm Haverkamp von der Charité in Berlin zum Thema "Plötzlicher Herztold im Hochleistungssport".

Für mich die einmalige Gelegenheit, hochkarätige Experten zum Thema Leistungsdiagnostik zu hören. Und wieder war für mich klar, was im Hochleistungssport tägliches Brot ist, sollte im Breitensport nicht immer mit einem Lächeln wegdiskutiert werden. Leistungsdiagnostik gehört mittlerweile zu unserem täglichen Training genauso dazu, wie die Überlegung, welchen Sportschuh ich mir für die neue Saison zulegen will.

Sehr speziell war dann auch für mich die Teilnahme an einer Live OP bei einer arthroskopischen Schulterstabilisierung - ein wirklich interessanter und aussergewöhnlicher Tag in Pforzheim.

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30Mrz/10Off

Tag der Leistungsdiagnostik in Kempten / Allgäu

In Verbindung der Kooperationspartner alpin apotheke in Kempten, dem Sport und Wellnessclub INJOY und der Firma Roche fand am Montag, den 29. März 2010
ein "Tag der Leistungsdiagnostik" statt.

Referenten: Andreas Niemetz und Haki Kadria

Thema: Trainingssteuerung durch Laktatleistungsdiagnostik, in Verbindung mit Herzfrequenzmesser von POLAR

Zunächst fand eine Einführung in die Thematik durch Veranstalter und die Referenten statt. Im Anschluss konnten die Seminarteilnehmer einen von mir geleiteten Indoor Cycling Kurs besuchen, in dem ein spezielles Ausdauerprofil simuliert wurde.

Parallel wurde durch Haki Kadria und Mitarbeitern der Alpin Apotheke und der Rottach Apotheke aus Kempten, an verschiedenen vorher abgestimmten Belastungs- und Erholungspunkten Laktatreferenzmessungen durchgeführt. So konnten die Teilnehmer ihr subjektives Empfinden mit den gewonnenen Laktatwerten und den ermittelte Herzfrequenzen sofort abgleichen.

Sehr überrascht waren die Teilnehmer von den Unterschieden des subjektiv empfundenen Trainings und dem Referenzwert der Laktatmessung. Oftmals lag die Einschätzung des subjektiven
Leistungsvermögens über den tatsächlichen Referenzmessungen der Belastung.

Das ist leider sehr bezeichnend für die Trainingssteuerung im Breitensport ! Subjektive Trainingssteuerung geht oftmals am Bedürfniss des Kunden vorbei. Wieder einmal ein schönes Beispiel aus der Praxis für eine bedarfsorientierte Trainingssteuerung.

Für wen ist eine Leistungsdiagnostik geeignet?

Wieder und wieder werde ich mit der Frage konfrontiert. Frei dem Motto:"Nur ein kontrolliertes Training ist ein sinnvolles Training" ist eine Leistungsdiagnostik für jeden Sport treibenden Menschen zu empfehlen. Egal ob Profi- oder Breitensportler. Während der Leistungssportler mit dem primären Ziel, durch eine Leistungsdiagnostik und mit Trainingsplanung eine Leistungsoptimierung zu erzielen arbeitet, gilt es im Fitness- und Freizeitsportbereich die Intensitätsbereiche zu ermitteln, die der Erlangung einer adäquaten Belastung entsprechen und der Vermeidung von Überlastung und deren Folgen.

Weiterhin kann über ein gezieltes Energie- und Stoffwechseltraining dem Wunsch nach Gewichtsreduktion eher entsprochen werden - der Sportler kann also die ihm zur Verfügung stehende Freizeit punktuell und sinnvoll planen und einsetzen.

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13Mrz/10Off

Leistungsdiagnostik – was kann sie leisten ?

Die Rad- oder Lauf-Fachzeitschriften sind voll davon. Das Thema Leistungsdiagnostik. Nichts wird so skeptisch diskutiert, analysiert und kritisiert wie die Leistungsdiagnostik.

Meine Meinung: Ein Leistungsdiagnostik, die eine evtl. geringe Fehlerquote (wir sprechen hier ggf. von Messfehlern zwischen 2-4%...) aufweist ist zur Traininssteuerung immer noch besser geeignet, als auf ein subjektives Gefühl zu hören, welches sich ein Sportler in seiner "ach so langen Sportlerkarriere" angeblich angeeignet hat. Sehr lustig finde ich auch immer die Aussagen, die ich sehr oft höre ".... ich habe früher mal "Leistungssport" gemacht, ich weiß wo meine Werte liegen......." Laktatwerte zur Trainingssteuerung kann man nicht "erfühlen"...."erahnen" - oder sollte ich besser "erraten" sagen?

Gerade die sogenannten "alten Hasen" musste ich in meiner Praxis oft von ihren verstaubten Trainingsmethoden - im wahrsten Sinne des Wortes: "herunterholen" - denn war doch das subjektive Training oft geprägt von sehr hohen Umfängen in einer sehr hohen Intensität. Die Grundlagenausdauer oder die Regeneration wurde/wird oft sehr gerne etwas defizitär umgesetzt.

Jeder Mensch, der sich ein bißchen mit Sport beschäftigt und mehr oder weniger ambitioniert betreibt, sollte sich früher oder später mit einer Leistungsdiagnostik auseinandersetzen. Gelten doch die Ergebnisse hieraus als Indikator für ein sinnvolles Training. Der berufstätige Durchschnittssportler, der während des Jahres gerne mal einen Halbmarathon absolviert oder gar einen Jedermann Triathlon finishen möchte, hat in seiner Freizeit doch nur limitierte Zeit zur Verfügung, in ein entsprechendes Training zu intensivieren. Deshalb sollte gerade diese Zeit sinnvoll und qualitativ hochwertig eingesetzt werden.

Denn qualitativ hochwertig heißt nicht immer nur "höher"..."schneller"..."weiter"..., sondern auch die Erkenntnis, wann ich dem Körper eine sinnvolle Regeneration zukommen lassen kann und muss.
Auch diesen Parameter erhalte ich über die Leistungsdiagnostik oder wie im Vorwort dieser Homepage bereits zitiert: Mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen sorgsam umgehen.

Nun ist es naturgemäß so, dass die Befürworter einer preferierten Methode, andere Methoden nicht unbedingt stark reden. Ich sehe das Ganze eher praktisch neutral. Habe ich kein sportmedizinisches Labor in erreichbarer Nähe, nutze ich die Möglichkeiten, zeit- und kostenseffzient ein plausibles und authentisches Ergebnis zu erhalten.

Während ich zu meiner Zeit als aktiver Duathlet noch zwischen 250,-- und 300,-- DM für eine Leistungsdiagnostik investieren und dafür hunderte Kilometer in Kauf nehmen musste, bis ich zu einem adäquaten Leistungsdiagnostiker gefunden habe, hat der Sportler von heute fast in jedem Fitness Studio die Möglichkeit, eine qualitativ hochwertige Leistungsdiagnostik für um die 75,-- EUR zu absolvieren. Auch das muss ich bei einer kritischen Gegenüberstellung der Methodik mit in meine Überlegung einbeziehen - nicht jeder von uns ist gewillt und in der Lage, gleich den nächsten Olympiastützpunkt anzusteuern....

Das Problem in der Praxis ist auch nicht die technische Durchführung der Stufentests. Die Stärke und Schwäche liegt in der Qualifikation des durchführenden Diagnostikers, die erhaltenen Werte entspechend richtig zu interpretieren und in einen bedarfsorientierten Trainingsplan einarbeiten zu können. Ein Erfolg oder Misserfolg steht oft im Verhältnis zur Fachkompetenz des Diagnostikers!

Das Ziel aller Methodiken ist jdeoch eindeutig definiert: Ich möchte eine Aussage über die Ausdauer-Leistungsfähigkeit erhalten!

Die Leistungsdiagnostik kann mir helfen, die Stärken und Schwächen eines Sportlers herauszufinden und das Training so zu steuern, dass es dem individuellen Bedürfnissdes Sportlers entspricht. Selbstverständlich gibt es verschieden Möglichkeiten mit all ihren Nach- und Vorteilen. Die beiden gängigsten möchte ich nachfolgend einmal gegenüberstellen und eine kleine Vorschau in die nicht all zu ferne Zukunft geben.

Der Laktatstufentest

Es handelt sich hier wohl um die klassischste Form der Diagnostik. Seit Anfang der 70-er Jahre wird das Laktat als Indikator für die Ausdauer-Leistungsfähigkeit herangezogen. Laktat - das Salz der Milchsäure - ist ein Stoffwechselzwischenprodukt und entsteht bei körperlicher Aktivität und Ausschluss von Sauerstoff. Man spricht hier auch von Sauerstoffdefizit oder Sauerstoffschuld. Für den Abbau von Laktat ist Sauerstoff aber notwendig. Ist die Aktivität allerdings so hoch, dass der Sauerstoff nicht mehr ausreicht, um das Stoffwechselprodukt abzubauen, steigt der Blutlaktatspiegel immer weiter. Laktat ist aber nicht nur ein Stoffwechselzwischen- oder Endprodukt, sondern auch ein wichtiges Kohlenhydrat, welches immerhin mit 10% an der Energieaufnahme des Herzens mitbeteiligt ist. Trotzdem ist Laktat auch ein Indikator von leistungslimitierenden Faktoren. Weiterhin lässt sich von der Schwelle, an der die Laktatproduktion höher ist als die Laktatelimination, sehr gut der verantwortliche Energielieferant ableiten.

Zum Test: Zunächst wird der Ruhelaktatwert einhergehend mit der entsprechenden Herzfrequenz ermittelt und bildet die Basis für die Auswertung. Auf dem Laufband oder einem Fahrradergometer wird die Leistung und damit die Belastung bei meinem Probanden erhöht. Laktatbildung in einer entsprechenden Leistungszone dauert - je nach Stoffwechselsituation meines Probanden - zwischen drei und sechs Minuten. Ein gutes Mittelmaß sollte ausreichend Aufschluss geben. Am Ende einer jeden Belastungsstufe wird ein Tropfen Kapilarblut entnommen (Ohläppchen oder Fingerkuppe) und mit einem speziellen Testgerät ausgewertet.

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Der Stufentest muss nicht zwingendermaßen bis zu subjektiven Ausbelastung des Teilnehmers durchgeführt werden. Bspw. zur Ermittlung oder Bestimmung der IANS (individuelle-aerobe-anaerobe Schwelle). Die gewonnenen Ergebnisse werden mit Hilfe einer speziellen Software ausgewertet und von dem Diagnostiker analysiert und interpretiert. Man erhält hier aufschlussreiche Informationen über die Leistungsfähigkeit des Probanden und kann individuelle Trainingspläne erstellen. Ein sauberes Arbeiten während des Tests ist unabdingbar. Die Messgeräte sollten hochwertig sein, damit keine Fehlmessungen das Gesamtergebnis verfälschen können. Eine Wiederholung von allen hier angesprochenen Tests sollten immer unter den gleichen Bedingungen stattfinden, damit eine Vergleichbarkeit auch authentisch ist.

Nachteil? Kritiker unterstellen der Laktatdiagnostik eine hohe Fehlerquelle von über 10%.... Ich kann diese Kritik weder bestätigen noch von der Hand weisen. Aufgrund der immer moderneren und modifizierteren Software und den immer höheren Anforderungen der Messgeräte auf dem Niveau von medizinischen Laboren, stehe ich der Laktatleistungsdiagnostik ausgesprochen positiv gegenüber und wende sie auch nachhaltig an. Meine Meinung ist ebenfalls: Blut lügt nicht !

Die Spiroergometrie

Der Spiro sagt man einen detaillierteren Blick hinter die Stoffwechselkulissen nach. Hier konzentriert sich die Messung vor allem auf die Atemfunktion (Atemfrequenz, Atemtiefe) und den Gasaustausch von Sauerstoff und Kohlendioxid, weiterhin spielt die Ventilation eine große Rolle. Wie dem Laktat oben, ist hier vor allem das unter sportlicher Aktivtät ausgestossene Kohlendioxid ein wichtiger Parameter. Aus diesem Austausch der Atemgase lassen sich definieren, in welchem Leistungsbereich Fette als Energielieferant zur Verfügung steht und ab welcher Leistungszone der Kohlenhydratstoffwechsel (Energielieferant für hohe Dauerbelastungen) einsetzt.

Da gerade im Ausdauersport die Energiegewinnung aus dem Fettstoffwechsel generiert werden soll, benötigt man genaue Daten zur Steuerung des Trainings.

Zum Test: Ähnlich wie beim Laktatstufentest, wird mit Laufband oder Fahrradergometer die Leistung sukzessive erhöht. Parallel wird die entsprechende Herzfrequenz zur Leistung ermittelt. Mit einer Atemmaske, welche im Gesicht fixiert wird, werden die Atemgase bei der Belastung ermittelt und aufgezeichnet. Ausserdem kann die maximale Sauerstoffaufnahme (VO2 max) ermittelt werden, die ebenfalls ein wichtiger Parameter zur Bestimmung der Leistung ist. Die Auswertung erfolgt wiederum über spezielle Software.

Der Unterschied zwischen den beiden Testvarianten ist der, dass die Spiro herangezogen wird um die ventilatorische Schwelle (Leistung gegenübergestellt zum Anstieg der Atemaktivität) zu ermitteln und die Laktatdiagnostik um die IANS individuelle-aerobe-anaerobe-Schwelle zu definieren. Eine Gegenüberstellung ist so etwas wie der Vergleich von Äpfel und Birnen. Optimal: Eine Kombination von beiden Testvarianten!

Nachteil? Spiroergometrien sind von der Apparatur her aufwendig, deshalb bieten nicht viele Sportärzte so etwas an. Die Möglichkeit das überall machen zu können ist u.U. gering. Es gibt mittlerweile auch mobile Geräte für den Einsatz in Sportstudios oder für Personal Trainer und Diagnostiker, diese sind allerdings nicht ganz preiswert.

Die Zukunft ?

Die sogenannte STAPS Methode ermittelt nicht nur den momentanen Leistungszustand des Sportlers, sondern ermittelt wie diese Leistung zustandekommt. Es handelt sich um eine Kombination von aeroben und anearoben Testverfahren, die "rechnerisch" in einem Computermodell den Energiestoffwechsel bestimmen. Laktatproduktion und -elimination werden separat "errechnet" und interpretiert. Fett- und Kohlenhydratverbrauch werden im Rahmen einer Sprioergometrie ermittelt.

Nachteil? Diese Methode ist nur beim STAPS Insitut in Köln durchführbar, über die Kosten ist mir aktuell nichts bekannt. Kontakt: www.staps-online.com
Interessant und erwähnenswert: STAPS verfügt über eine Menge hochkarätiger Sportler als Referenz.

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2Feb/10Off

Laktat – eine störanfällige Messgröße ?

Immer wieder muss ich mich in meiner praktischen Arbeit mit ambitionierten und semi-proffessionellen Breitensportlern argumentativ dem Thema Laktat stellen. Viele Sportler sehen die Thematik als überbewertet an und wehren sich schon fast mit Händen und Füßen gegen eine Laktatdiagnostik - trainieren lieber weiter subjektiv und hören auf ihren Körper (..... bzw. trainieren weiter in ihrer Komfortzone...)

Laktat ist seit nun bald 40 Jahren ein fester Bestandteil von Leistungsdiagnostiken im Sport. Es ermöglicht einen guten Einblick in den Stoffwechsel der Muskelzelle. Dennoch ist die einfach zu ermittelnde Milchsäurekonzentration auch eine sensible und störanfällige Messgröße.

Laktat hat einen entscheidenden Einfluss auf die Funktionsfähigkeit der Muskulatur. Wird das Millieu der Muskelzelle zu sauer, nimmt die Aktivität wichtiger Enzyme des Energiestoffwechsels ab, die Energieversorgung bricht nach und nach zusammen. Die Konsequenz: Frequenz und Kraft der Bewegung lassen sukzessive nach und kommen sogar ab einer gewissen Milchsäurekonzentration nahezu zum Erliegen.

Solange das körperliche Ausgleichsystem nicht überfordert und in der Lage ist, das Laktat in gleicher Weise zu eliminieren wie zu produzieren (Laktat-Steady-State) haben wir ein dynamisches Gleichgewicht. Die Laktatkonzentration spiegelt die Form der Energiebereitstellung in der belasteten Muskulatur wider. Deshalb eignet es sich auch hervorragend zur Einschätzung der Ausdauerleistungsfähigkeit eines Sportlers.

Laktat ist ein sensibler Parameter für die Veränderung der aeroben und anaeroben Leistungsfähigkeit ! Zur Bestimmung dieser Leistungsfähigkeit können verschiedene Testverfahren herangezogen werden. Das gebräuchlichste Verfahren ist der Laktatstufentest. Der Sportler nutzt hier ein Laufband oder auch ein Fahrradergometer. Bei sehr niedriger Intensität wird begonnen und dann werden ansteigende Belastungsstufen mit fest defininierter Dauer (zwischen drei und fünf Minuten) absolviert. Zwischen den Belastungsstufen wird ein Tropfen Kapilarblut aus dem Ohrläppchen oder auch aus der Fingerkuppe entnommen. Die damit einhergehende Herzfrequenz wird aufgezeichnet und ins Verhältnis zur erbrachten Leistung gesetzt.

Eine subjektive Ausbelastung ist für die Ermittlung der IANS (Individuell Aerob-Anaerobe Schwelle) gar nicht erforderlich. Mit Hilfe einer geeigneten Auswertungssoftware z.B. Laktat Manager kann nun ein Rückschluss über das aktuelle Leistungsvermögen des Sportlers gezogen werden. Weiterhin dienen die gewonnenen Werte als Basis für eine individuelle Trainingssteuerung oder auch Trainingsplangestaltung. Die leistungsbedingten Stärken und Schwächen sind nun schwarz auf weiß ersichtlich und der Trainer kann gezielt dort einwirken, wo es notwendig ist.

Ein Ergebnis sollte immer vergleichbar sein, deshalb ist es wichtig in einem bestimmten Zyklus eine Wiederholung des Test anzustreben. Erst dann habe ich die Möglichkeit eine Aussage über die Veränderung (Leistungsfort- oder Leistungsrückschritt) zu tätigen.

So weit die Theorie: In der Praxis bedeutet eine Veränderung von Form und Funktion der Laktatkurve jedoch nicht automatisch eine Verbesserung der aeroben Leistungsfähigkeit. Es gibt zahlreiche Faktoren, die ein Messergebnis beeinflussen können. Die Laktatkonzentration ist ein Parameter, der auch eine natürliche biologische Variabilität aufweisen kann.

Deshalb sollten Testwiederholungen immer die gleichen Voraussetzungen haben. Von der Wahl des Laufbandes oder die Sitzposition des Ergometers, bis hin zur Genauigkeit der Messinstrumente oder sogar die Umgebungstemperatur, könnnen einen Einfluss auf die Ergebnisse und die Vergleichbarkeit dieser haben.

Die Laktatdiagnostik liefert eine Momentaufnahme der körperlichen Leistungsfähigkeit. Je besser der durchführende Diagnostiker den sportlichen Hintergrund kennt und je besser er sich mit der Methodik der Laktatdiagnostik auskennt, desto besser kann die Interpretation der Daten sein.

Eine Laktatdiagnostik ist immer nur so gut, wie der durchführende Diagnostiker in der Lage ist, die entsprechenden Rahmenbedingungen zu schaffen. Je nach Anspruch des Sportlers können bis zu drei Diagnostiken pro Traininsjahr sinnvoll sein.

Der Laktattest ist keine Wettkampfwunderwaffe. Laktatwerte können auch kein Training ersetzen. Richtig eingesetzt ist er aber ein Hilfsmittel für eine authentische Trainingssteuerung.

Meine Vorgehensweise beim Laktatstufentest:

- Kein Leistungstest bei Infekten, Schlafmangel oder Stress (bei Frauen ggf. auf Zyklusphasen achten)
- Konstanten Bedingungen, wie Ernährung, Vorbelastung, Testgerät, Kleidung, Tageszeit - jedes Detail ist wichtig
- Keine langen und/oder intensiven Trainingseinheiten oder Wettkämpfe in den letzten 48 Stunden vor dem Test
- Ruhe am Vortag ist ideal
- Keine speziellen Diäten vor dem Test - einfach die gewohnte Ernährungsmethodik beibehalten
- Die letzte leichte Mahlzeit vor dem Test sollte drei Stunden vorher eingenommen werden
- Ausreichende Flüssigkeitzufuhr vor dem Test ( Kein Koffein, Teein, säurehaltigen Säfte)
- Sportartspezifisch testen: Der Läufer geht auf das Laufband, der Radfahrer auf den Ergometer, der Triathlet entscheidet sich für seine stärkere Disziplin - Schwimmen unterliegt wiederum eigenen Regeln(*)
- Nur Testergebnisse der gleichen Sportart miteinander vergleichen
- Immer den gleichen Testmodus wählen: Belastungsstufenhöhe und -dauer

(*) Noch komplexer ist die Situation beim Schwimmen. Der leistungslimitierende Faktor ist nämlich nicht wie vermutet, die Stoffwechselsituation der entsprechenden Herzfrequenz, sondern die lokale Muskulatur. Diese wird schneller be- und überlastet, als die Herzfrequenz das vermuten lassen würde. Während sich die Armmuskulatur unter Umständen bereits am Limit bewegt, signalisiert der Herzfrequenzmesser eine Leistung im Grundlagenbereich. Deshalb ist die Laktatdiagnostik hier nicht empfehlenswert und sollte nur bei überaus starken und erfahrenen Schwimmern gemacht werden.

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7Dez/09Off

Laktatmesstage der Triathleten der DjK Mannheim-Feudenheim

Nach einem Informations-Workshop zum Thema "Trainingssteuerung"  im Vereinsheim der DjK Feudenheim am 17. November 2009, steigen nun die Messtage der Triathleten.

Vom 7. Dezember bis 18. Dezember im Pfitzenmeier Wellness & Fitness Park Mannheim Neckarau.

Über 15 Athleten aller Altersklassen lassen sich noch im alten Jahr testen, um dann frisch motiviert das Grundlagentraining für die neue und harte Saison 2010 zu starten.

Viel Erfolg !

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26Nov/09Off

Presse Workout in Hamburg zum Thema Laktatmessung

Heute fand im fantastischen Hotel east in Hamburg ein Presse Workout der Firmen ROCHE (Accutrend Plus System zur Laktatbestimmung), CEP (Kompressionsstrümpfe), PowerBar (Nahrungsergänzung), SUUNTO (Herzfrequenzmesser) und TOGU (Jumper) statt.

www.roche.de
www.cep-sports.com
www.powerbar.de
www.suunto.com
www.togu.de

Gastgeber war die renomierte Agentur für Kommunikation toc aus München.
Die Location stellte der exklusive east sporting & spa Club Hamburg.

www.toctoc.info
www.east-hotel.de

Eingeladen waren hochkarätige Journalisten aus Print und Medien.

Meine Aufgabe bestand darin, einen IndoorCycling Kurs für die Journalisten zu gestalten, wo ihnen die Möglichkeit gegeben wurde während der Belastungsphasen eine Laktatreferenzmessung zu machen, um den gerade erreichten Belastungszustand zu ermitteln.

Unterstützt von meinem Mentor Haki Kadria wurden die Teilnehmer in bestimmten Abständen zur Laktatreferenzmessung motiviert, welche mit dem Accutrend Plus System der Firma Roche durchgeführt wurde.

Im Anschluss an das workout konnten sich die Journalisten über das Laktatmessgerät und die Auswertungssoftware "Laktat Manager" und die anderen Produkte der Anbieter informieren.

Interessant und spannend war für mich, dass ich es mal mit einem anderen Klientel zu tun hatte. Während ich normalerweise Sportler und Trainer betreue, hatte ich mal wieder die Gelegenheit die Thematik "Trainingssteuerung" auf einer anderen Plattform zu präsentieren.

Vielleicht lesen, sehen oder hören wir bald etwas dazu ?
Die akkreditierten Journalisten kamen von:

Fit! DAK Magazin
Runner's World
Men's Health
Triathlon
Laufzeit
Brigitte Balance
Bild der Frau
healthy living
GEO
Medical Fitness & Health Care
outdoor.markt
shape up
Nature Fitness Magazin

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