25Jan/10Off

Erkältungsinfekte. Mut zur Pause !

Immunsystem im Stress

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Ist der Infekt einmal da - befindet sich der Körper in einer besonderen Stresssituation, die die körperliche Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit stresst. Je nachdem welcher Übeltäter sich gerade in unserem Körper breit macht, fällt die Behandlung auch unterschiedlich aus. Bei Bakterien - erkennbar an Husten, Schnupfen, Fieber und gelblich-grüner Auswurf, kommt sinnvollerweise Antibiotika zum Einsatz. Bei Viren - kann man die Symptome lediglich behandeln und sich SCHONEN. Unabhängig vom Auslöser darf aber auf keinen Fall weiter trainiert werden - insbesondere auf intensive Einheiten sollte nun wirklich verzichtet werden.

Das Immunsystem hat alle Hände zu tun, die Erreger zu bekämpfen und jede intensive Belastung versetzte es noch weiter in Stress.

Es wurde nachgewiesen, das die verantwortlichen Leukozyten (weiße Blutkörperchen) nach einer intensiven - oder sogar anaeroben - bzw. einer sehr umfangreichen Einheit, einige Tage in ihrer Funktion geschwächt sind. Es kommt zum "open window Effekt". In dieser Zeit kann sich der Erreger weiter vermehren und ausbreiten. Dabei können sich Bakterien an Herzklappen ansiedeln (Endokarditis) oder Viren den Herzmuskel angreifen (Myokarditis). Hinzu kommen ggf. noch Muskel- und Gliederschmerzen. Fazit: Krank wird nicht trainiert !

Alle diese Symptome verbieten körperliche Belastung. Eine Medikamenteneinnahme, die Fieber und Schmerzen mit dem Ziel unterdrücken - doch trainieren zu können, ist nicht nur kontraproduktiv, sondern auch sehr gefährlich. Die Einnahme von Antibiotika verbietet sowieso intensives oder regelmässiges Training. Ist doch schon der Einsatz dieses Medikaments Zeichen genug, für die Ernsthaftigkeit der Erkrankung.

Wiedereinstieg mit Gefühl !

Es gibt keine pauschale Regel, die man befolgen sollte. Man sollte einfach auf die Häufigkeit und Umfänge zunächst verzichten. Ein Pyramiden- oder Intervalltraining kann warten. Am besten man startet im regenerativen oder ggf. im unteren Grundlagenausdauerbereich und verlässt sich einfach mal auf die subjektive Rückmeldung, die der Körper gibt. Fühlt sich die anschliessende Regenerationsphase so an wie gewohnt oder dauert sie unter Umständen länger ?

Einbuße der Leistungsfähigkeit ?

Ein Rückgang der Leistungsfähigkeit ist sicherlich zu erwarten. Die Schul- und Sportmedizin gibt hier keine Prozentwerte an. Bei einer guten körperlichen Basis, einer entsprechenden Behandlung und sinnvollen Trainingspause ist der Verlust wahrscheinlich eher gering und kann schnell wieder aufgebaut werden, wenn man wieder sinnvoll und qualitativ hochwertig in das Training einsteigt.

Wenn man sein natürliches Körpergefühl walten lässt und etwas Geduld und Umsicht im Umgang mit dem Infekt hat, dann steht einem vernüftigen Training und einem erfolgreichen Saisonverlauf nichts mehr im Wege.

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